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Bauberatungen 2017/2018
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Evangeliar von Sinoppe


Die erste Stelle im Johannesevangelium, wo das Wort „Fleisch“ auftaucht, ist bekannt: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt …“ Im Wort „Fleisch“ verstehen wir die Weihnachtsbotschaft: Jesus ist einer von uns geworden, ein Mensch mit begrenzter Geschichte, mit frohen und leidvollen Erfahrungen, mit dem unausweichlichen Tod vor Augen und begabt mit einer Verheißung, die weit über den Tod hinausgeht. Jesu „Fleisch“ ist sein geschichtlich fassbares Leben: sein Umgang mit den Menschen, seine Freiheit gegenüber erstarrten Regeln. „Fleisch“ ist sein Talent, den Sinn göttlicher Gebote zu erfassen und Menschen nicht auf ihre Schuld zu reduzieren, seine Kraft, Ausgeschlossene zurückzuholen. Das alles, und nicht einen Happen Menschenfleisch, gilt es zu „kauen“, zu „verzehren“, damit wir das Leben haben, damit wir in ihm bleiben und er in uns bleibt. Deshalb empfangen wir den Leib Christi: das Brot, über das Jesus gesprochen hat: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“ Brot, in dem er selber da ist.


Ausgelegt!

Bibelwort: Johannes 6,51-58 (Evangelium vom 20. Sonntag im Jahreskreis)


Wie werden wir satt? Brot füllt den Magen, aber Jesus geht es um mehr. Er weiß: Sattsein ist ein elementares menschliches Bedürfnis. Und angesichts von über 800 Millionen Menschen in dieser Welt, die nie satt werden, darf man dieses Bedürfnis auch nicht herunterspielen.

Jesus sprach damals nicht zu Menschen mit Hungerbäuchen, und auch unsere Sehnsucht geht tiefer. Für immer glücklich sein, mit allem, was bruchstückhaft und unperfekt ist, vollendet werden, das sind gute Aussichten, ewiges Leben eben. Wer das will, muss ihm nahe sein, sagt Jesus. Muss seine Botschaft verinnerlichen, seinem Wort folgen, an seinen Tisch kommen. Jeder und jede Einzelne von uns – die Gemeinde spielt in diesem Evangelium keine Rolle. Mein ganz persönliches Ja, mein Bund mit ihm ist gefragt. Das ist alles andere als leicht, kein Wunder, dass die Jünger murrten. Denn sich mit Jesus zu verbünden, das ist kein Sommerpicknick. Da werden Herbststürme und harte Wintertage kommen, wir spüren eher Hunger als das Leben, das in uns ist. Und doch gilt sein Versprechen: Wer dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.

 

Christina Brunner

 

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG;

2. Bild links: Bild: Doris und Michael Will In: pfarrbriefservice.de




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