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Foto: Michael Tillmann


Schwer trägt Petrus an dem Schlüssel des Himmels. Was Jesus zu ihm sagt, ist nicht nur Auszeichnung, sondern auch Bürde. Wem Jesus vertraut, dem gibt er auch Verantwortung. Verantwortung, die zur Last werden kann und Petrus in die Knie zwingt. Doch vielleicht lässt sich eine solche Bürde auch nur im Knien tragen.


Ausgelegt!

Bibelwort: Matthäus 16,13-20 (zum Evangelium vom 21. Sonntag im Jahreskries)


Eine Geschichte wie ein Traum ist das. Und ausgerechnet Petrus erlebt ihn, den Traum. Der ja keiner ist. Hier wird die Wirklichkeit zum Traum. Ein Petrus, der zerrissener nicht sein kann in seinem Wollen und seinem Gemüt, bekennt in den höchsten Tönen und empfängt die höchsten Weihen: Du bist der Fels, auf dem alles steht. Alles ist „meine Kirche“, also Gottes und Jesu Ein und Alles in dieser Welt.

Nicht in der anderen Welt, die Gott allein gehört. Die Kirche gehört zur Menschenwelt. Nur da wird sie gebraucht. Da wird gebunden und gelöst, gefeiert und angebetet. Die andere Welt, die Welt Gottes, bedarf keiner Kirche mehr. Da ist nur Erlösung; und die Anbetung ist vollkommen. Petrus, der geschundene, sündige, verleugnende und immer wieder von Jesus aufgerichtete Mensch, ist sein Knecht auf Erden. Im Himmel gibt es andere Gesetze, die wir nicht kennen, nur erahnen können. Und bis dahin? Bis dahin gilt: Wer sagen kann, dass Christus der Sohn des lebendigen Gottes ist, steht auf Felsen. Wird nicht straucheln. Zweifeln vielleicht, das tat Petrus zur Genüge, aber nicht straucheln. Allen Bekennenden, die natürlich auch immer wieder starke Zweifel haben, reicht Jesus auch immer wieder seine Hand. Als stünden wir auf Wasser, begännen zu sinken, hätten Todesangst wie Petrus – wie Petrus gibt Jesus uns dann seine Hand und sagt: Keine Angst. Komm zu mir!

 

Michael Becker

 

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG

2. Bild links: Bild: Doris und Michael Will In: Pfarrbriefservice.de

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