Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz
Nordhausen

Liturgie - ZwischenTöne im Juli

Zwischen den Tönen singen kann man genauso wenig, wie zwischen den Zeilen lesen (These).
Unsere Erfahrung ist aber, dass im übertragenen Sinn das sehr gut funktioniert.

In der Rubrik ZwischenTöne erinnern wir deshalb an Festtage oder auch an Ereignisse, die außerhalb der "großen" Sonntage des Jahreskreises liegen und wir sie deshalb "nicht auf dem Schirm" haben. Die es aber trotzdem verdient haben, benannt zu werden.

                     FÜR MONAT
                 Juli


Wir beten um Respekt und die Verteidigung des menschlichen Lebens in jedem seiner Abschnitte, indem es als Gabe Gottes angesehen wird.




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Grafik: Meister des Marienlebens, Tempelgang Mariae und Heimsuchung Mariae, um 1470/80


2. Juli

Dass schwangere Frauen einander brauchen, ist das Normalste von der Welt. Das erste Kind, das sich im Leibe regt, stellt alles auf den Kopf. Erst recht, wenn es so außergewöhnliche Umstände sind wie bei der jungen Maria und der älteren Elisabeth. Mariä Heimsuchung (2. Juli) ist also ein sehr menschliches Fest. Zugleich ist es ein sehr göttliches Fest, denn es bestärkt uns, wirklich zu glauben, dass „bei Gott nichts unmöglich“ ist; er geht sogar so weit, dass er selbst als Menschenkind in diese Welt eintritt! (Werdende) Mütter und Väter sind besonders wach dafür, dass dieses verborgen heranwachsende Leben Aufmerksamkeit und Schutz braucht, im Kern aber ein Wunder ist – genau wie der im Verborgenen heranwachsende Glaube. Die bildliche Darstellung verbindet das Fest mit dem Gedenktag „Tempelgang Mariens“ (Gedenktag Unserer Lieben Frau zu Jerusalem, 21. November). Der ursprüngliche Festinhalt ist die im apokryphen Jakobusevangelium überlieferte Legende von der Darbringung der dreijährigen Maria im Jerusalemer Tempel als Jungfrau durch ihre Eltern Joachim und Anna.



Foto: Peter Kane

6. Juli

Am 6. Juli gedenkt die Kirche der Märtyrerin Maria Goretti (1890–1902). Früh trug sie große Verantwortung für ihre Geschwister. Der Nachbarjunge war in sie verliebt und drängte sie, mit ihm zu schlafen. Als sie sich weigerte, versuchte er sie zu vergewaltigen. Sie leistete heftigen Widerstand, da schlug er sie so brutal, dass sie am folgenden Tag starb. 1950 wurde sie heiliggesprochen.




Foto: Michael Tillmann

20. Juli

Am 20. Juli feiern wir die heilige Margareta, die zu den vierzehn Nothelfern zählt. Wir wissen von ihr nur, dass sie aus Antiochien (südliche Türkei) stammte und unter Kaiser Diokletian ca. im Jahr 305 wegen ihres christlichen Glaubens hingerichtet wurde.
Die Heilige Margareta – der Name bedeutet „Perle“ – gilt als Schutzpatronin der Schwangeren, Gebärenden und der Verwundeten. Margareta wird oft gezeigt mit einem Drachen, der den Teufel symbolisiert, der sie in Drachengestalt versucht und den sie überwunden hat.



Foto: picture alliance/Uta Poss

29. Juli

Jesus hatte liebe Freunde. Die Geschwister Marta, Maria und Lazarus (Gedenktag: 29. Juli) aus Betanien zählten dazu. Wir erfahren nicht, wie diese Freundschaft entstand, wir wissen nur, wie unterschiedlich und wie wich-tig sie für alle Beteiligten war. Besonders als Lazarus stirbt und Jesus neues Leben schenkt für den toten Bruder und die trauernden Schwestern. Der Gedenktag der Geschwister lädt mich zu der Frage ein: Wie würde ich meine Beziehung zu Christus bezeichnen?





Foto: Peter Kane

31. Juli

Mütter sind Beschenkte und Schenkende.
In einem viel größeren Maße als mit Blumen-sträußen ausgedrückt wird. Mütter schenken Leben und werden mit Leben beschenkt. Schenken Liebe und erhalten Liebe. Schenken Freude und freuen sich. Und weil Mütter sehr oft mehr schenken, als sie bekommen, gibt es den Muttertag. Nicht so sehr als Tag des Dankens, sondern als eine Erinnerung: Dass jeder Tag Muttertag ist: ein Tag des Denkens und Dankens.






Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Bild im Header: siehe Hinweis auf Seite "Liturgie"

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