Katholische Pfarrgemeinde  Dom zum Heiligen Kreuz
Nordhausen

Liturgie - ZwischenTöne im April

Zwischen den Tönen singen kann man genauso wenig, wie zwischen den Zeilen lesen (These).
Unsere Erfahrung ist aber, dass im übertragenen Sinn das sehr gut funktioniert.

In der Rubrik ZwischenTöne erinnern wir deshalb an Festtage oder auch an Ereignisse, die außerhalb der "großen" Sonntage des Jahreskreises liegen und wir sie deshalb "nicht auf dem Schirm" haben. Die es aber trotzdem verdient haben, benannt zu werden.

                     FÜR MONAT
                 April


Wir beten für die Priester, die mit Momenten der Krise in ihrer Berufung kämpfen, dass sie die ihnen nötige Begleitung finden und dass die Gemeinschaften sie mit Verständnis und Gebet unterstützen.




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Foto: picture alliance/CHROMORANGE|Antonio Gravante


Heilige Öle

Heiligen Öle sind geweihte Salböle in der katholischen und orthodoxen Kirche, die bei wichtigen Sakramenten und Weihen verwendet werden, hauptsächlich Chrisamöl (für Taufe, Firmung, Priesterweihe etc.), Krankenöl (für die Krankensalbung) und Katechumenenöl (zur Stärkung der Taufbewerber). Geweiht werden die Heiligen Öle durch den Bischof in der Chrisammesse in der Karwoche, meist am Gründonnerstag. Die Öle symbolisieren Gnade, Heilung und die Kraft des Heiligen Geistes, basieren oft auf Olivenöl, angereichert mit wohlriechenden Duftstoffen wie Balsam, Weihrauch und Myrrhe.



Foto: Karl-Heinz Lenzner

2. April

Wenn wir Abendmahl feiern, bringen wir all das mit: unsere Geheimnisse und unsere Geschichten, das Gute und das Schwere. Im Brot und im Wein wird das alles aufgenommen und verwandelt. Beides ist nicht einfach da – es steckt Arbeit, Geduld und Leben darin. Und so, wie Brot und Wein aus vielen kleinen Körnern und Trauben entstehen, so bringt auch Gott unser Leben zusammen: das, was gelungen ist, und das, was weh tut. Im Abendmahl sagt Gott: Ich bin bei euch – in allem, was war, in allem was ist und in allem, was kommt.







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Foto: Michael Tillmann

Gründonnerstag

Gründonnerstag – das ist nicht nur die Stunde des letzten Abendmahls. Das sind im Leben Jesu weitere Stunden. Nach der Feier des Abendmahls steht ihm die Nacht und die Angst im Garten von Gethsemane noch bevor. Es wäre für uns nicht recht, uns für eine kurze Zeit mit Jesus zu Tisch zu setzen, mit ihm zu essen und zu trinken, uns von ihm bedienen und beschenken zu lassen und dann zu gehen, ihn nicht in seiner Angst und seiner Verzweiflung zu begleiten. Diese Nacht ist erfüllt von der Spanne zwischen Abendmahlsaal und Golgotha, die Dramatik zwischen gemeinsamen Feiern und einsamer Verzweiflung kann uns nicht kalt lassen. Es liegt an Ihnen, es liegt an mir: Verharre ich mit Jesus oder berufe ich mich bildlich gesprochen auf ein Halteverbot und mach mich aus dem Staub?



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Foto Michael Tillmann

Judas

Die Geschichte von Judas ist auch unsere Geschichte. Niemand von uns ist auf dem Weg des Glaubens frei von Schuld und Versagen. Herr, erbarme dich.
Judas ist daran zerbrochen, dass er etwas ganz Bestimmtes von Jesus erwartete. Dass die Erwartungen sich nicht erfüllten, daran zerbrach er. Was wollen wir von Jesus? Die Erfüllung unserer Wünsche? Oder ihn selbst? Mit allen Konsequenzen? Christus, erbarme dich.






Gnadenbild vom barmherzigen Jesus

12. April

Der Barmherzigkeitssonntag (auch Sonntag der
Göttlichen Barmherzigkeit) ist der erste Sonntag
nach Ostern und wurde 2000 von Papst Johannes Paul II. eingeführt, basierend auf den Visionen der Heiligen Faustina Kowalska, um die unerschöpf-liche göttliche Barmherzigkeit zu feiern. 
Dieser Tag lädt ein, das Bild des Barmherzigen Jesus zu verehren.






Foto: Michael Tillmann

Markus

Genau genommen wissen wir von der Person des Evangelisten Markus – über sein Werk hinaus – gar nichts. Erst eine Tradition des zweiten Jahrhunderts setzt den Evangelisten gleich mit dem Johannes Markus, der in Jerusalem wohnte – als Sohn jener Maria, in deren Haus sich die Urgemeinde von Jerusalem versammelte. Als Barnabas und Paulus auf die erste Missionsreise gehen, nehmen sie Markus (der mit Barnabas verwandt ist) mit. Mitten in Kleinasien jedoch verlässt ihn der Mut, und er kehrt alleine nach Jerusalem zurück (Apg 13,13).





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Foto: Peter Kane

23. April

Am 23. April feiert die Kirche Georg. Der große Heilige setzte sich gegen Verfolgung von Christen ein. Am Beginn der Christenverfolgung um 303 soll er unter Kaiser Diokletian eines grausamen Todes gestorben sein. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Georg zum beliebtesten Heiligen des Christentums.




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Foto: Peter Kane

29. April

Eine große Patronin Europas, die heilige Katharina von Siena, hat am 29. April ihren Festtag. Ihr Ruf verbreitete sich in ganz Europa; sie hielt Ansprachen, beriet Menschen aus allen Ländern, auch den Papst verschonte sie nicht. Sie betrieb die Rückkehr des Papstes aus Avignon und die innere Reform der Kirche. Jahrhunderte später ernannte sie Papst Paul VI. zur Kirchenlehrerin. Katharina widmete sich intensiv dem Gebet, der Pflege von Kranken und der Armenfürsorge. Mit nur 33 Jahren starb sie am 29. April 1380 in Rom.




Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG
Bild im Header: siehe Hinweis auf Seite "Liturgie"

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