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Ökumenischer Kreuzweg 

Die Kirchen der Stadt Nordhausen hatten wieder eingeladen:

zum zur guten Tradition gewordenen Ökumenischen Kreuzweg im ehemaligen Konzen-trationslager Mittelbau-Dora.


Hier, wo während der Naziherrschaft Menschen gefoltert und durch Arbeit vernichtet wurden, wo Menschenrechte in den Staub getreten wurden, wo es unter den Häftlingen trotz dieses Leides Mensch-lichkeit gab.

Verständlich, wenn viele Häftlinge an ihrem Glauben an Gott zweifeln mussten, weil er sich ihnen in ihrer furchtbaren Situation nicht barmherzig zeigte!?


Die Häftlinge konnten die Kirchtürme der Stadt Nord- hausen sehen, konnten ihre Glocken hören und konnten nicht verstehen, dass ihnen ein derartiges Unrecht in einem Land, in einer Stadt, in der Christen lebten, zuteil wurde.


Blick vom Lagergelände auf einige Kirchen der Stadt Nordhausen


Jesus Christus wurde, wie auch sie, unrechtmäßig, durch Verrat, gefangengenommen, gefoltert, verurteilt und hingerichtet. Er hat dieses Unrecht und diese Qual für uns Men- schen ertragen, aus Liebe. Wollen wir hoffen, dass der Gedanke daran und die Hoffnung auf die Auferstehung den Häftlingen zumindest etwas Trost gab.



Umso mehr verstehen wir als Christen von heute unter anderem unsere Aufgabe darin, an die Untaten von damals zu erinnern und uns gemeinsam dafür einzusetzen, dass sich solche menschenverachtende Zustände wie unter den Nationalsozialisten nicht wieder- holen.

In den elektronischen Medien, wie facebook und twitter, gibt es schon wieder Anzeichen von Hass und Hetze. Seien wir wachsam und versuchen wir, unsere Umwelt positiv zu beeinflussen. Damit diese Schreier keine Macht über uns bekommen.


Thomas Barth

Bilder und Text: Thomas Barth, Ilfeld

 

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