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Vierzehn-Nothelfer-Fenster

Georg -Ägidius

 

Wir lenken wir unseren Blick auf das 14-Nothelfer-Fenster, und zwar auf den Ausschnitt rechts unten. Dort sind Ägidius und Georg dargestellt. Einen der beiden kennen wir gut, den heiligen Georg, des- sen Gedenktag wir am 23. April begehen und der der Namenspatron auch all derer ist, die Jörg, Jörn, Jürgen heißen, bei un- seren Nachbarn George, Juri oder Igor.

GEORG gelangte unter Kaiser Diokletian in Kappadozien in Kleinasien zu hohem An- sehen. Der Kaiser hatte ihn zum Feldo-bersten ernannt, um seine Tapferkeit zu belohnen. Als er jedoch erfuhr, dass Georg ein Christ ist, ließ er ihn gefangen nehmen, foltern und schließlich durch glänzende Versprechungen zum Abfall vom Glauben bewegen. Allein, Georg ließ sich nicht beeinflussen. So wurde er mit anderen Gefangenen um 303 enthauptet.

Städte und Kirchen sind nach ihm benannt, z.B. St. Georgen im Schwarzwald und Geor- genthal in Sachsen. So ist sein Name bis in unsere Zeit ganz lebendig geblieben. Viele Künstler haben ihn gemalt: Peter Paul Rubens, Albrecht Dürer, Lukas Cranach u.a. Und immer ist er dargestellt als Ritter zu Pferd, einen Drachen zu seinen Füßen, den er mit dem Speer durchbohrt.

Weniger bekannt ist uns der heilige ÄGIDIUS, obwohl auch er in den Namen von Städten und Kirchen weiterlebt: z.B. Ägidienberg bei Königswinter oder St. Ägidien in Heiligenstadt.

Die Legende verlegt die Geburtsstätte des Heiligen nach Athen. Schon als Kind soll er sich durch tätige Nächstenliebe ausgezeichnet haben. Einmal habe er sein eigenes Kleid einem Kranken gegeben, und sogleich sei dieser gesund geworden. Sein heiligmäßiges Leben führte dazu, dass die Menschen ihn mit ihren Bitten um Hilfe regelrecht bedräng- ten. Er verschenkte sein Erbe und ging nach Frankreich, wo er sich zunächst an der Rhonemündung niederließ. Als sich sein Ruf - wie einst in der Heimat - verbreitete, verließ er den Ort und begab sich tiefer in den Wald hinein, wo er in der Nähe der Stadt Nimes eine geeignete Höhle fand. Hier lebte er viele Jahre allein. Er ernährte sich von Kräutern und Früchten des Waldes und von der Milch einer Hirschkuh, die schließlich - als sie einmal vor einer fürstlichen Jagdgesellschaft in die Hütte des Heiligen flüchtete - zu seiner Entdeckung beitrug.

Um die Stille seiner Einsiedelei war es geschehen. Menschen kamen mit ihren Nöten und gingen getröstet heim. Wundersame Dinge passierten, und um die Klause entstand im Laufe der Jahre ein Kloster, dessen Vorsteher St. Ägidius wurde, und um das Kloster wuchs eine Stadt, die seinen Namen trägt: Saint Gilles. Ägidius starb um 725, sein Fest feiert die Kirche am 1. September.

 

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