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Domchor

 

Musik ist die Sprache der Engel!

Deshalb ist es um so verwunderlicher, dass Sie noch nicht Mitglied in unserem Kirchen- (Dom) Chor sind.

 

Herzlich sind Sie zu unseren Chorproben Montags, 19.30 Uhr, ins Kapitelhaus eingeladen, damit unser "Engelsgesang" noch schöner und lauter wird.

 

  

 

Domchor Nordhausen zur Priesterweihe im Erfurter Dom am 2. Juni 2001

 

 

 

Für eine Hörprobe bieten wir Ihnen hier zwei Möglichkeiten.

Beide Aufnahmen stammen aus dem Rundfunkgottesdienst am Pfingstfest 2000. 

 

 

Rückblick auf zwei Jahrzehnte Domchor

(Festansprache am 26. August 2012 zum Chorfest "120 Jahre Domchor Nordhausen") 

 

Die ersten 100 Jahre des Domchores Nordhausen beendeten wir 1991. Wir lebten damals noch im Freudentaumel über die wiedergewonnene deutsche Einheit, und wir feierten ein wunderschönes Fest - mit den Angehörigen unserer Sängerinnen und Sänger und mit denen, die zu unserem Chor in besonderer Beziehung standen, mit ehemaligen Geistlichen und Dirigenten.

Heute feiern wir auch, ein wenig! Und wir werfen den Blick zurück auf die letzten zwanzig Jahre unseres Chorbestehens, also auf die Zeit nach 1991.

Damals begannen für uns bewegte und frohe Jahre; denn es hatten sich durch Kontakte einiger Chormitglieder zu Chören und Gemeinden in den für uns „neuen“ Ländern Kontakte aufgetan, und unser Chor wurde eingeladen zu kommen. So fuhren wir einmal nach Herzberg (Kontakt durch Herrn Achim Gruschka), wurden sehr herzlich aufgenommen, und wir durften dort im Sonntagsgottesdienst singen. Eine andere Tour brachte uns nach Altenbeken. Hier hatten sich Nordhäuser Domgemeindemitglieder niedergelassen (Familie Göke), und der dortige Chor lud uns ebenfalls sehr herzlich ein.

Auch hier sangen wir im Gottesdienst. Wir blieben über Nacht und wurden bei den Chorfamilien freundlichst bewirtet. Eine dritte und weite Reise brachte uns nach Meckenbeuren, wo unser ehemaliger Nordhäuser Johannes Böhm Chorleiter war. Das war ein besonders frohes Zusammentreffen, und das Erlebnis „Bodensee“ kam noch dazu.  

Vergessen sein sollen auch nicht die Tagesfahrten ins Eichsfeld – zum Chor von Ecklingerode (Einladung von Pfarrer Streicher, ehem. Kaplan in Nordhausen), und zum Besuch von Chor und Gemeinden Geisleden, Heuthen und Flinsberg, deren Pfarrer Haase auch zu den früheren Nordhäuser Kaplänen zählt. Und nur zu gern erinnern wir uns an die fast jährlich stattfindenden Trips zum herrlichen Gartenhaus der Drobners in Wiegersdorf. In ihrer wunderschönen Gartenanlage fühlten wir uns alle beim Singen, bei Gesellschaftsspielen und bei den leckeren Speisenangeboten sehr wohl.

Freude brachten uns auch zwei festliche Abende im Kapitelhaus durch Höhepunkte mit kunstvoll dargebotenem Gesang (Herr Thomas Kohl), einer heiteren Literaturlesung (Herr Frank Sieckel) und dem glanzvollen Auftritt zweier Balletttänzer, die vorübergehend zu unserer Gemeinde gehörten.

Eine besonders große Freude aber bedeutete für unseren Chor die Mitwirkung bei Weihegottesdiensten. So sangen wir hier in Nordhausen 1998 zur Diakonenweihe des Theologen Ulrich Winter, der danach auch in unserer Pfarrei als Diakon tätig war. Und wir fuhren 2001 nach Erfurt und sangen dort im Hohen Dom bei der Priesterweihe unseres Diakons Stefan Goetting. Ein Höhepunkt war natürlich in unserem Dom die Feier der Primiz unseres Nordhäusers Thomas Gehlfuß, die er 2008 feierte und die wir mit ausgestalten durften.

Leider nahm die Zahl der Chormitglieder nach der „Wende“ schmerzlich ab. Es ergaben sich eben für viele der Sänger Studien- und Berufsmöglichkeiten in den für uns bis dahin verschlossenen Bundesländern, die man nun zu seinem Fortkommen nutzen konnte. Heute zählt der Chor wieder 35 Mitglieder, und wir freuen uns über jeden, der zu uns kommt und mitmachen will. Und wir geben die Hoffnung auch nicht auf, dass dieser und jener aus unserer Gemeinde ein Lüstchen verspüren könnte und sich uns anschließt!

 

Musiktheoretisches Wissen wird nicht verlangt. Es zählen die Freude am Singen und der Wille, sich zu etwas Gutem in unserer Gemeinde einzubringen. Allen Chormitgliedern sei gedankt dafür, dass sie diesen guten Willen immer bewiesen haben, um unserer edlen Aufgabe gerecht zu werden, die da lautet: Singen zu Gottes Lob und Ehre!

Hier sei auch der Jugendschola Dank gesagt, die uns bei größeren Aufgaben half und verstärkte. Und es sei der Wunsch vermerkt, dass sich unsere Reihen durch junge und helle Stimmen erweitern möchten!

Wir proben jede Woche, in den letzten Jahren jeden Montag von 19.30 – 21.30 Uhr. Die dabei nötige Pause mittendrin wird gern genutzt zu Gesprächen hin und her, oft auch als kurze Zeit zum Umtrunk oder kleinen Büfett anlässlich des Geburtstages eines unserer Mitglieder.

 

Da sich unser Pfarrgebiet nun sehr erweitert hat, haben wir selbstverständlich auch darüber nachgedacht, wie wir Sängerinnen und Sänger aus diesen Gemeinden in unser Chorgeschehen mit einbinden könnten. So tat sich kürzlich zum Fest der Neugründung unserer Pfarrei ein Projektchor zusammen, und dieses erweiterte Miteinander hat allen Freude bereitet. Aber jeder von uns weiß auch, dass namentlich die Sänger aus Bleicherode und Großlohra nicht jede Woche zu uns kommen können. Und so bleibt solch eine Unternehmung wohl immer ein Wunsch und nur besonderen Ereignissen und Festen vorbehalten.

 

Beim Rückblick auf diese vergangene Zeit möchte ich auch nicht versäumen, die Namen unserer in diesen Jahren tätigen Dirigenten zu nennen. Jeder von ihnen hat voll Eifer die Arbeit mit unserem Chor geleistet. Herr Joachim Grabinski nahm mir diesen Dienst 1994 ab und übergab ihn 1997 an Herrn Thomas Hofereiter, der 1996 in unserer Gemeinde das Amt des Kirchenmusikers übernommen hatte. Als dieser 2008 zur Betreuung seiner Kinder für zwei Jahre eine Auszeit nahm, vertrat ihn Frau Jurate Turbiasz, die Frau unseres damaligen Gemeindereferenten. Herr Hofereiter ist seit 2010 wieder voll im Dienst und unser jetziger Chorleiter. Uns bleibt heute der sehr herzliche Dank an die beiden ehemaligen Dirigenten und auch an den jetzigen mit dem ehrlichen Wunsch für alle Drei: „Vergelt`s Gott!“

 

Nun darf es aber in unserem Tun keinen größeren Stillstand geben. Die diesjährige Sommerpause ist vorüber, die Arbeit ruft; denn das Titularfest unseres Domes, „Kreuzerhöhung“, steht bevor.

 

Und so überschreiten wir bei all unserem Tun schon bald die Schwelle zum 122. Chorjahr, und wir hoffen, dass der Chor so lebendig bleibt, wie er es jetzt ist. Denn sollte er einmal aufhören zu existieren, dann wird es wahrscheinlich einen neuen nicht mehr geben. Und das am „Dom zum Heiligen Kreuz“?  Das darf nicht sein!

Also lautet unsere Devise: mit Gottes Hilfe und mit unserem guten Willen froh und mutig weiter – zunächst auf dem Weg zum 125. Jahrestag unseres Chorbestehens!

 

+ MargretSieckel (frühere Chorleiterin und langjährige Organistin am Dom)

 

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