Legende Inhaltsverzeichnis:

(*)   in redaktioneller Bearbeitung

(+)  Veränderung/Ergänzung

(!)   neuer Inhalt

(#)  Menüpunkt verschoben

Nordhäuser Dombauverein

 Vorüberlegungen aus dem Jahr 2001 zur geplanten Gründung eines eingetragenen Vereins zur Erhaltung des Domes von Pfarrer Wolfgang Ipolt (1992-2004 Pfr. in NDH).

 

"Das Jahr 2001, das nun begonnen hat, ist das sogenannte ,,Jahr der Ottonen" - der deutschen Kaiser, die ein großes Kulturerbe hinterließen, das bis heute als ,,ottonische" Kunst oder Kultur bezeichnet wird. In unserem Dom sehen wir im Chor auf der rechten Seite als Stifterfiguren Otto I. und Otto II. Das ,,Jahr der Ottonen"  wird den Blick sicher auch auf den Dom lenken und es wird uns viele Besucher bescheren, die wir in unserer Kirche willkommen heißen wollen.

 

Nachdem Ende 1999 der Förderverein Nordhäuser Domorgel e.V. aufgelöst wurde, weil die neue Klais-Orgel nun aufgebaut und finanziert ist und der Förderverein damit seine Aufgabe erfüllt hatte, blieb eine Idee im Raum stehen: nämlich die, einen anderen Verein zu gründen, der sich um den Dom als Bauwerk sorgt und um alles, was vor allem außerhalb der Gottesdienste im Dom stattfindet. Ich denke an Domführungen, an Konzerte und auch an kleine Ausstellungen, wie z.B. die Krippenausstellung im Advent.

 

Im Herbst 2000 habe ich dem Pfarrgemeinderat und dem Kirchenvorstand der Gemeinde diese Idee vorgetragen und bin dabei auf breite Zustimmung gestoßen. Ein solcher Verein könnte aus meiner Sicht zwei große Aufgaben haben: einerseits ist es unser Auftrag, dieses kostbare Bauwerk zu erhalten. Dafür braucht es nicht nur Geld, sondern auch ein breites Interesse - in der Gemeinde und in der Stadt Nordhausen. Der Dom ist unser Gotteshaus, er ist aber auch ein wichtiges Stück Kultur und Geschichte! Andererseits könnte ein solcher Verein auch eine Brücke zu Menschen sein, die nicht katholisch sind, die sich aber mit uns für dieses Bauwerk interessieren. Hier könnten wir einen Ort schaffen, an dem viele Gespräche und Begegnungen zwischen Christen und Nichtchristen möglich wären.

 

Demnächst sollen erste Schritte zur Gründung gegangen werden: Erarbeitung eines Statuts, Konstituierung eines arbeitsfähigen Vorstandes, Festlegung eines Namens für den Verein usw. Ich hoffe auf Ihr aller Interesse und auf viele Ideen. Wir dürfen uns mit einem solchen Verein in guter ,,Nachfolge" der hI. Mathilde wissen, die vor 1040 Jahren mit dem Bau der Nordhäuser Stiftskirche begann!: in den kommenden Jahren werden dringende Sanierungsmaßnahmen am Dom nötig, die der Verein mit viel Tatkraft unterstützen soll. Genannt seien beispielsweise die Neueindeckung des Daches, die Sanierung der Türen und des Chores sowie die Sanierung der Umgrenzungsmauer. Die bleibende Grundaufgabe eines solchen ,,Dombauvereins" soll es sein, diese Kirche zu pflegen und kommenden Generationen in einem guten Zustand zu hinterlassen; von gleichem Interesse sollte aber auch der Austausch über Kultur- und Glaubensgeschichte unserer Stadt und des Thüringer Landes sein. Ob wir dabei nicht auch auf wichtige Impulse aus dem Evangelium stoßen? Das wäre dann eine schöne zusätzliche Frucht der Arbeit eines solchen Vereins.

 

Nach der Zustimmung von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand möchte ich Ihnen zunächst auf diesem Wege mitteilen, dass der Verein im Jahr 2001 gegründet werden soll. Der äußere Anlass dazu ist das erwähnte ,,Jahr der Ottonen".  Die neue Aufgabe, die damit verbunden ist."

 

© Michael Bogedain; pfarrbriefservice.de
© Bernhard Riedel; pfarrbriefservice.de
© Barbara Neumann; Bistum Erfurt
© www.katholisch.de
© www.zdk.de
© www.dbk.de


© www.kirche.tv