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Gottesdienstort Niedersachswerfen  

 

 Katholische Kirche
St. Johannes Nepomuk 

 

Nordhäuser Str. 24 

99768 Harztor 

OT Niedersachswerfen   

 

 

 

 

 

 

So schön diese Kapelle im Innern gestaltet ist...  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 ...so gern wird auch alljährlich der Gottesdienst unter freiem Himmel gefeiert!

60 Jahre katholische Gemeinde - ein geschichtlicher Rückblick

 

Vor 1945 gab es in Niedersachswerfen nur drei katholische Familien, die zur Domge- meinde Nordhausen gehörten.

Nach dem Krieg kamen viele Heimatvertriebene in unser Gebiet, darunter auch viele katholische Christen. Innerhalb kurzer Zeit wuchs die Zahl der Katholiken auf über 2000. Im September 1946 kam Pater Beck, selbst heimatvertrieben, nach Niedersachswerfen. Er begann in aufopferungsvoller Arbeit, die katholischen Christen in Niedersachswerfen und Umgebung zu sammeln, mit ihnen Gottesdienste zu feiern und ein Gemeindeleben zu organisieren. Dabei war er auf die Hilfe der evangelischen Gemeinden angewiesen, die in großzügiger Weise ihre Kirchen und Gemeinderäume zur Verfügung stellten und halfen, wo es möglich war.

1952 konnte die Domgemeinde Nordhausen das Grundstück des Sägewerkes Knapp- mann in der Nordhäu-ser Str. 24 in Niedersachswerfen käuflich erwerben. Im Wohnhaus wurde eine Kapelle eingerichtet. Für grö-ßere Gottesdienste wurde notdürftig die  Säge- werksbaracke genutzt.1959 starb Pater Beck und wurde auf dem Friedhof in Nieder- sachswerfen beerdigt.

Sein Nachfolger, Pfarrer Preiß, leitete die Gemeinde bis zu seinem Tode im Jahre 1969. Auch er fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof in Niedersachswerfen.

Die Zahl der Gemeindemitglieder sank inzwischen  auf unter 1000. 1970 wurde der erste Ständige Diakon der damaligen DDR, Wilhelm Kirchner, nach Niedersachswerfen ver- setzt, um die katholische Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Domgemeinde Nord- hausen zu leiten: von der Kleinkindstunde über Religionsunterricht, Jugendarbeit, von Familienkreisen bis zur Seniorenarbeit, von der Taufe bis zur Beerdigung. In die Säge- werksbaracke wurde die heutige Kapelle eingebaut und am 29. Mai 1975 durch den damaligen Weihbischof  Joachim Meisner auf das Patrocinium von St. Johannes Nepo- muk geweiht. Im Januar 1986 kam Diakon Edmund Döring mit Familie nach Niedersachs- werfen und übernahm das Aufgabengebiet von Diakon Kirchner.

Die Kapelle im Wohnhaus wurde zu einem Gruppenraum umgewandelt. Nach der Wende wurde - wie überall- gebaut, erweitert und modernisiert.

Viele dieser Arbeiten wurden zum Teil in ehrenamtlicher Arbeit durch Gemeindemitglieder in eigener Regie durchgeführt. Dies hatte auch zur Folge, dass sich die Gemeinde wie eine „Großfamilie“ hier zu Hause fühlt. In Gottesdiensten, bei Gemeindeabenden, Ge- meindefesten, aber auch Bowling- und Tanzabenden wird das Zusammengehörigkeits-gefühl immer wieder gestärkt.1994 erhielt die Seelsorgestelle den Status einer Filial-gemeinde.

Die Zahl der Gemeindemitglieder ist inzwischen auf 340 gesunken. Zu den Sonntags- gottesdiensten in Niedersachswerfen und Ilfeld kommen in der Regel 60 - 90 Gläubige, darunter auch „Stammgäste“ aus Nordhausen.

Die Kinder- und Jugendarbeit und der Religionsunterricht wurden  in die Domgemeinde integriert. Einen hohen Stellenwert im Gemeindeleben hat die Sternsingeraktion. Da die Zahl der katholischen Kinder für diese Aktion nicht mehr ausreicht, kommen auch evan- gelische und ungetaufte Kinder dazu. Eine Besonderheit ist das Krippenspiel am Hl. Abend, bei dem nicht nur Kinder, sondern vor allem auch Erwachsene mitspielen.Mit  einem  hohen  Spendenaufkommen  und  viel  Kraft erhalten die  Gemeindemitglieder, das 6700 qm große Gelände mit den Gebäuden. Am 28. Mai 2006 wurde in einem Festgottesdienst mit Weihbischof Hauke und einem anschl. Gemeindefest  das 60 - jährige Bestehen der katholischen Gemeinde begangen.

 

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