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Jakobus und Johannes

 

Foto: M. Tillmann

„Boanerges“ – „die Donnersöh- ne“, diesen Beinamen gab Je- sus dem Brüderpaar Jakobus und Johannes aufgrund ihres stürmischen Temperamentes (Markus 3,17). Die Söhne des Zebedäus und der Salome (nach christlicher Tradition) waren wie Petrus und Andreas Fischer am See von Genne- saret und zählen neben diesen beiden zu den von Jesus zuerst berufenen Jüngern. Deshalb nehmen sie innerhalb der Apos- tel eine hervorgehobene Ste- llung ein: Sie begleiten (mit Petrus) Jesus zur Verklärung, waren Zeugen der Auferwe- ckung der Tochter des Jairus und sind Jesus auch in der Nacht vor seiner Verhaftung im Garten von Gethsemane besonders nahe. Vielleicht war es diese besondere Stellung, die Jakobus und seinen jüngeren Bruder Johannes veran- lasste, Jesus um die Plätze zu seiner Linken und Rechten im Himmelreich zu bitten, was ihnen Jesus aber verweigerte.

Nach der Himmelfahrt Jesu übernahmen Jakobus und Johannes in den ersten christli- chen Gemeinden eine führende Rolle. Jakobus (Gedenktag 25. Juli) wurde 43 nach Chris- tus durch König Herodes Agrippa I. mit dem Schwert hingerichtet; er war der erste Märty- rer unter den Aposteln. Der Überlieferung nach soll er direkt nach der Himmelfahrt auch in Spanien gepredigt haben; sein Leichnam soll später im heutigen Santiago de Compos- tela bestattet worden sein.

Ab dem 9. Jahrhundert entwickelte sich Santiago zu einem der bedeutendsten Wallfahrt- sorte; noch heute pilgern Tausende auf dem Jakobsweg.

 

Johannes (Gedenktag 27. Dezember) gilt als der „Lieblingsjünger“ Jesu. Er bleibt am Karfreitag unter dem Kreuz, ihm vertraute Jesus seine Mutter Maria an, er war mit Petrus nach den Frauen der Erste am Grab und erkannte als Erster den auferstandenen Jesus am See von Tiberias. Von Johannes ist nicht bekannt, dass er den Märtyrertod erlitten hat. Nach der Überlieferung soll er auf die Insel Patmos verbannt worden sein, wo er die Offenbarung schrieb; nach seiner Rückkehr soll er das nach ihm benannte Evangelium in Ephesus verfasst haben, wo er um das Jahr 100 gestorben ist.

 

 

 Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG     

 

 

 

 

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