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Bibelwort: Johannes 11,1-45 (Evangelium vom 5. Fastensonntag)


Eine lange Geschichte von Leben und Sterben, von Freundschaft und Enttäuschung, von Warten und Hoffen ist das heutige Evangelium. Der Tod des Lazarus und seine wundersame, wunderbare Rückkehr ins Leben. Nicht umsonst ist diese Frohe Botschaft in der Leseordnung am sogenannten Passionssonntag angesetzt. Früher hat mich dieses Evangelium immer ärgerlich gemacht: Ist Jesus so zynisch, dass er seinen Freund bzw. den Hilferuf von dessen Schwestern tagelang ignoriert? Wirklich verstehen kann ich das heute immer noch nicht, aber ich habe 1. erkannt, dass vieles im Leben tatsächlich unverstehbar bleibt, vor allem, wenn es mit den elementaren Lebensbewegungen wie Leben, Sterben, Liebe und Schmerz zu tun hat. 2. begreife ich mehr und mehr, dass auch Gott, an den ich als den Gott der Liebe und des Lebens glaube, sich immer wieder entzieht; dass er mir oft auch fremd erscheint und dass er nicht programmierbar und herrufbar ist, wann und wie ich es gerade brauche. Und 3. habe ich gelernt, bei den Schriftworten nicht auf das zu schauen, was mir im Text derzeit Mühe macht und was sich mir entzieht, sondern auf das, was sich mir dieses Mal beim Lesen zeigt, was mich anspricht. Dieses Mal ist es die Stelle: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“ – Ja, Gott will das Leben. Er selbst ersehnt für mich volles, glückliches, erfülltes Leben. Vielleicht ganz anders, als ich es mir bis jetzt ausdenken konnte. Aber ich glaube daran: Er will es.

 

Christine Rod MC

Quelle: Bergmoser + Höller Verlag AG

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